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Kann Wein schlecht werden?

ungeöffnete Weinflaschen Rotwein auf einem Holztisch stehend

Inhaltsverzeichnis

„Wein wird mit dem Alter immer besser.“

Ist diese Aussage wirklich wahr oder handelt es sich hierbei doch um einen Mythos?

In diesem Artikel erfährst Du, ob und wann eine ungeöffnete Flasche Wein tatsächlich mit der Zeit besser wird und wann Du deinen Wein doch lieber nicht im Keller verstauben lassen solltest!

Woran erkennt man schlechten Wein?

Ohne Zweifel kann gesagt werden, dass jeder Wein irgendwann schlecht wird, auch wenn er noch ungeöffnet ist.

Die Haltbarkeit geöffneter Weine ist natürlich deutlich kürzer, daher verdirbt offener Wein ungeschützt bereits nach wenigen Tagen.

Es gibt viele Faktoren, die die Haltbarkeit von Wein beeinflussen.

Bei diesen Anzeichen solltest Du Deinen ungeöffneten Wein besser entsorgen:

Wenn sich die Farbe des Weins in der Flasche verändert hat und beispielsweise bräunlich geworden ist oder ein modriger Geruch nach dem Öffnen aus der Flasche kommt, sollte er nicht mehr getrunken werden.

Mit Sekt wird in drei Sektgläsern angestoßen

Der Korken sollte ebenfalls nicht modrig riechen.

Außerdem ist es ein Anzeichen für schlecht gewordenen Wein, wenn sich der enthaltene Korken von selbst etwas aus der Flasche drückt.

Das kann die Folge einer Überhitzung sein. Durch die Wärme hat sich die Flüssigkeit ausgedehnt und drückt so den Korken nach oben.

Auch diese Flasche ist nicht mehr genießbar.

Ebenfalls ein schlechtes Zeichen ist es, wenn der Wein Kohlensäure enthält, obwohl es sich nicht um einen Schaumwein (Sekt, Champagner…) handelt.

Das bedeutet, der Wein hat eine zweite Gärung hinter sich und ist nicht mehr zu genießen.

Wenn ein Rotwein viel süßlicher schmeckt, als er eigentlich sollte, ist er leider ebenfalls ein Fall für den Abfluss.

Wann kann man alten Wein noch trinken?

Ein roter Qualitätswein kann bis zu drei Jahre aufbewahrt werden. Wenn er einen sehr hohen Säuregehalt aufweist, kann man ihn sogar noch deutlich länger lagern, ohne dass er schlecht wird.

Bei roten Kabinettweinen sieht es hingegen schon anders aus. Diese können maximal ein bis zwei Jahre aufbewahrt werden.

Der Rotwein aus der Spätlese ist drei bis fünf Jahre haltbar, wohingegen Rotweine aus der Auslese vier bis sechs Jahre lagerfährig sind. Beerenlesen können bis zu 10 Jahre gelagert werden.

Nachdem sich viele Winzer sowie Weinkonsumenten auf Jungweine festgelegt haben, sollte ein handelsüblicher Weißwein heutzutage nicht mehr lange gelagert werden.

Ungeöffneter Wein: Wann halten Weine besonders lange?

Die meisten Weine werden heutzutage so produziert, dass sie eher jung getrunken werden sollten.

Trotzdem stellen sich viele Weinliebhaber die Frage: „Wie lange ist ungeöffneter Wein haltbar?“ und „Kann Wein ablaufen?“

Die Haltbarkeit ungeöffneter Weine hängt von ihren Inhaltsstoffen ab. Je nachdem, wie der gute Tropfen zusammengesetzt ist, schreitet der Gärprozess in der Flasche schneller oder langsamer voran.

Diese 7 Faktoren beeinflussen die Haltbarkeit einer noch verschlossenen Flasche Wein:

Säure

Je mehr Säure der Wein enthält, desto länger ist er in einer geschlossenen Flasche haltbar.

Alkohol

Auch der Alkoholgehalt des Weines spielt eine große Rolle. Alkohol wirkt als Konservierungsmittel, ist also antibakteriell. Daher halten sich Weine mit einem höheren Alkoholgehalt auch länger.

Tannine

Je mehr Tannine (Gerbstoffe) im Wein enthalten sind, desto länger ist er zu genießen.

Schwefel

Der Schwefelgehalt kann ebenfalls die Haltbarkeit beeinflussen. Sulfit hilft dabei, unerwünschte Mikroorganismen abzutöten. Außerdem verhindert es die Oxidation und hemmt somit das Nachgären.

Verschiedene Weinsorten in einem Weinregal

Zucker

Je mehr Zucker im Wein steckt, desto länger kannst Du die verschlossene Flasche aufbewahren. Daher sind Auslesen und Trockenbeerenauslesen vergleichsweise lange haltbar.

Korken

Wenn der Korken eine glatte Oberfläche besitzt, ist er qualitativ hochwertig. Ist der Verschluss allerdings porös, kann er seinen Geschmack an den Wein abgeben, was zum klassischen, unerwünschten Korkgeschmack führt.

Rebsorte

Zuletzt ist natürlich auch die Rebsorte entscheidend dafür, wie lange ein geschlossener Wein gelagert werden kann. Die Sorten Cabernet Sauvignon, Nebbiolo, Shiraz oder Sangiovese eigenen sich für eine längere Lagerung. Auch ein Grüner Veltliner oder Riesling kann etwas länger aufbewahrt werden.

Optimale Lagerung geschlossener Weinflaschen

Wer ungeöffneten Wein länger aufbewahren möchte, kann die Haltbarkeit durch eine optimale Lagerung verbessern.

Hierfür ist es wichtig, die gute Flasche an einem kühlen und dunklen Ort aufzubewahren.

Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 10 und 16 °C. Daneben sollte die Flasche immer liegend gelagert werden, damit der Korken nicht austrocknet

Außerdem kann eine hohe Luftfeuchtigkeit (zwischen 60 und 80 %) dabei helfen, den Korken feucht zu halten.

Der Wein sollte einen Alkoholgehalt von mindestens 12% aufweisen. Da Alkohol als Konservierungsmittel dient, ist der Gehalt wichtig für eine längere Haltbarkeit.

Ein dunkler Raum hilft ebenfalls dabei, den lichtempfindlichen Wein länger aufbewahren zu können.

Hier erfährst Du, wie Du Deinen bereits geöffneten Wein schützen und dadurch länger haltbar machen kannst!

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