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Wein-Alkoholgehalt: Wie viel ist am besten?

Rotwein der in ein Glas eingeschenkt wird

Inhaltsverzeichnis

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Alkoholgehalt in Weinen stetig erhöht. Jedoch ist das nicht unbedingt aus freien Stücken entschieden worden.

Was ist der Grund dafür, dass der Alkohol mehr wird?

Wie entsteht der Alkoholgehalt im Wein und wie viel schmeckt eigentlich am besten?

Diese Fragen und weitere spannende Informationen erfährst Du in diesem Artikel!

Wie entsteht der Alkoholgehalt im Wein?

Der Prozess, der den Alkohol in den Wein bringt, wird Gärung genannt. Bei der Gärung wird der enthaltene Zucker im Most oder in der Maische durch Hefepilze in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt.

Alkoholische Gärung anhand von einem Schaubild erklärt

Der entstehende Alkohol ist farblos und riecht süßlich und würzig. Je nach Zuckergehalt sowie der Art der Hefe und je nach Gärtemperatur entstehen unterschiedliche Alkoholgehalte.

Je niedriger die Temperatur ist, desto langsamer läuft die alkoholische Gärung ab.

Die natürliche Obergrenze des Alkoholgehaltes im Traubengärungsprozess beträgt ca. 15 Volumenprozent. Danach beginnen die Hefezellen in diesem stark alkoholischen Milieu abzusterben und stellen ihre Aktivität ein.

Warum der Gehalt an Alkohol im Wein steigt

Plakat mit There is no planet B als Zeichen für den Klimawandel

Durch den Klimawandel und die daraus resultierenden ansteigenden Temperaturen sind viele Winzer gezwungen, ihren Wein mit einem höheren Alkoholgehalt abzufüllen.

Wärme und Sonne führen zu einem erhöhten Zuckergehalt in der Weintraube.

Bei der alkoholischen Gärung wird Zucker in Alkohol umgewandelt. Aus dem höheren Zuckergehalt resultiert dann auch ein erhöhter Alkoholgehalt.

Ein trockener Wein enthält sehr wenig Restzucker.

Wenn der Winzer einen trockenen Wein produzieren möchte, ist er bei sehr reifen Trauben mit hohem Zuckergehalt gezwungen, die alkoholische Gärung fast vollständig ablaufen zu lassen.

Alkoholgehalt im Wein: Enthält Weißwein oder Rotwein mehr Vol.-%?

In den meisten Fällen besitzen Rotweine einen höheren Alkoholgehalt als Weißweine.

Wie viel Alkohol letztendlich im Wein entsteht, ist unter anderem abhängig von der Rebsorte und der einzelnen Schritte bei der Herstellung. Rotweine werden üblicherweise einer längeren Gärung ausgesetzt, als Weiß- und Roséweine. Das führt zum höheren Alkoholgehalt.

Ein leichter Federweißer besitzt vier bis fünf Volumenprozent, wohingegen ein schwerer Shiraz schon bis zu 15 Volumenprozent enthalten kann.

Bei Sherry oder Portwein können sogar bis zu 20 Vol.-% erreicht werden.

Der Alkoholgehalt bei Sekt liegt übrigens zwischen 11 und 12 Vol.-%.

Alkoholgehalt verschiedener Weinsorten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Unterschiede an Alkoholgehalt zwischen bekannten Rot- und Weißweinsorten:

Rotweine

RebsorteVolumenprozent (Vol.-%)
Dornfelder9 – 13
Lemberger10 – 13
Cabernet Sauvignon11,5 – 15
Pinot Noir12 – 14,5
Merlot12 – 15
Syrah / Shiraz12,5 – 15,5

Weißweine

RebsorteVolumenprozent (Vol.-%)
Federweißer4 – 5
Riesling7 – 12,5
Chardonnay10 – 13,5
Müller-Thurgau11 – 12,5
Grauburgunder11 – 13,5
Sauvignon Blanc11 – 13,5
Weißburgunder11 – 14
Silvaner11 – 14

Was sagt der Alkoholgehalt über die Qualität des Weines aus?

Der Alkoholgehalt im Wein ist ein wichtiges Kennzeichen für die Qualität.

Es kommt jedoch immer auf die Kombination mehrerer Faktoren an. Das bedeutet, ein bestimmter Alkoholgehalt selbst macht einen Wein noch nicht gut oder schlecht.

Es gibt nicht den perfekten Alkoholgehalt, der für jeden Wein gilt!

Bei einem trockenen Weiß- oder Rotwein ist der Alkoholgehalt ein wichtiger Bestandteil des Geschmackes. Die enthaltenen Aromen sind im Alkohol gelöst und werden so hervorragend gespeichert. 

Der im Wein enthaltene Alkohol kann in verschiedene Arten eingeteilt werden. Während Ethyl- und Methylalkohol einen eher stechenden Geschmack besitzen, wodurch manche Weine „sprittig“ schmecken, bringen höherwertige Alkohole, wie z.B. Glycerin, einen vollmundigen Geschmack.

Je länger der Gärungsvorgang dauert, desto mehr Methylalkohol bildet sich und je höher der Zuckergehalt ist, desto mehr Energie ist für die alkoholische Gärung vorhanden.

Weinberge in der Sonne

Sowohl das Klima als auch die verschiedenen Rebsorten und der Ertrag pro Hektar können sich auf den Alkoholgehalt auswirken.

Je mehr Alkohol im Wein enthalten ist, desto länger ist dieser haltbar. Das bedeutet, dass Weine mit einem Alkoholgehalt zwischen 12 und 13 Vol.-% länger verschlossen gelagert werden können, als Weine mit einem geringeren Gehalt.

Weitere Informationen zur Weinlagerung geschlossener Weine findest Du in einem separaten Beitrag!

Wie lange ist eigentlich offener Wein haltbar?

Ein geöffneter Wein kann mit Hilfe von WEINLUFT® haltbar gemacht werden. Dadurch kannst Du den Wein Glas für Glas über Wochen genießen. Auf unserer Startseite findest Du alles Wissenswerte zum Produkt!

Alkoholfreier Wein

Alkoholfreie Weine gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Diese Weine werden zunächst wie die alkoholischen Weine hergestellt. Danach wird ihnen der Alkohol unter Vakuum entzogen.

Wer vollkommen auf Alkohol verzichtet, sollte nicht zum alkoholfreien Wein greifen, da dieser immer noch etwas Restgehalt Alkohol besitzt.

Die gesetzlich zugelassene Obergrenze für alkoholfreien Wein beträgt 0,5 Vol.-%.

Für diejenigen die ihren Alkoholkonsum reduzieren möchten, stellen alkoholfreier Wein und Sekt jedoch eine gute Alternative dar.

Dass alkoholfreier Wein einen Rest Alkohol enthält ist ein wichtiger Punkt. Wenn das Getränk tatsächlich 0,0 Vol.-% enthalten würde, wären der Geschmack und das Aroma völlig verloren.

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